Ratgeber: Paket verloren, was können Sie tun?

Paket verloren - was tun?

Es sollte nur die Ausnahme sein: Der Verlust eines Paketes auf dem Transportweg. Wenn es doch einmal passiert, können Sie einen Nachforschungsantrag stellen. Sollte dieser erfolglos bleiben und das Paket nicht mehr auffindbar sein oder auftauchen, dann greift in der Regel die Transportversicherung, die als Standard-Option oft schon im Portopreis für den Versand enthalten ist.

Gründe, warum Pakete verloren gehen

Diebstahl aus offenen Lieferwagen der Paketdienste wird immer beliebter. Daher sind die Zusteller auch streng angehalten, bei jeder Auslieferung den Wagen zu verschließen. Daneben kann ein Paket auch einmal auf dem Versandweg verlorengehen, die Gründe hierfür sind unterschiedlich, so kann es auch durch Brand, Unfälle, eine fehlerhafte oder vernachlässigte Erfassung sowie durch Unzustellbarkeit beim Empfänger zum Verlust oder einer längeren Zwischenlagerung von Paketen kommen.

Schutz im Vorfeld - Transportversicherung

Gegen Verlust und Beschädigung von Paketen bieten die großen Paketdienste eine Transportversicherung an, die bis zu einer gewissen Wertgrenze haftet. Da diese meist schon im Portopreis enthalten ist und darauf auch beim Ausdrucken des Paketscheines explizit hingewiesen wird, sind Sie als Kunde damit auf der sicheren Seite. Übersteigt der Inhaltswert allerdings die maximale Haftungsgrenze, so können Sie bei einigen Anbietern eine Höherversicherung gegen Aufpreis beantragen.

Nachforschungsantrag stellen

Jeder Paketdienst bietet die Möglichkeit, einen Nachforschungsantrag zu stellen. Das kann direkt online auf der Webseite des Anbieters im entsprechenden Menüpunkt geschehen. Dazu steht ein Formular bereit, auf dem Sie Angaben zum Paket, dem Inhalt und dem Empfänger machen. Oftmals ist die erste Anlaufstelle des Paketdienstes der Lagerbereich für unzustellbare Pakete. Ist das Paket hier nicht auffindbar, so werden weitere Überprüfungen durchgeführt. Bleiben auch diese ergebnislos, so wird der Fall über die Transportversicherung abgewickelt, die dann zum Tragen kommt. Wenn sich höchstpersönliche Dinge mit hohem Erinnerungswert in einem verlorenen gegangenen Paket befunden haben, ist das für die Versender meist ein Verlust, der mit Geld nicht aufgewogen werden kann. Dieses Risiko besteht jedoch auf dem Versandweg leider immer.

Der Nachforschungsantrag kann nur vom Absender des Pakets gestellt werden, da er mit dem Paketdienst einen Beförderungsvertrag abgeschlossen hat. Unabdingbar dafür ist die Einlieferungsquittung oder der Abholbeleg für Pakete, dies gilt auch für Retouren in besonderem Maß. Ohne Nachweis, dass die Rücksendung auf den Weg gebracht wurde, ist der Online-Händler, der in einem solchen Fall das Versandrisiko für die Rücksendung trägt, nicht mehr an seine Pflichten gebunden und kann auf die Bezahlung der Ware bestehen.

Störungen im Versandverlauf lassen sich meist schon anhand der Sendungsverfolgung erkennen. Liegt z.B. die letzte Statusmeldung länger zurück, so lohnt sich eine Nachfrage beim Paketdienst.

Besonderheit: Päckchen

Ein Nachforschungsauftrag kann auch für Päckchen gestellt werden, Einlieferungsbelege und Sendungs-ID sind hier ebenfalls wichtig. Allerdings bietet nicht jeder Paketdienst eine Transportversicherung für den nationalen Versand von Päckchen an, wie z.B. DHL. Daher ist im Verlustfall auch die Haftung ausgeschlossen. Die Nachforschung gestaltet sich aufgrund fehlender Dokumentation des Versandverlaufes schwieriger. Bei DHL ist eine Transportversicherung für internationale Päckchen gegen Aufpreis und bis zu einer Haftungssumme von 50 Euro buchbar.