Nicht ausgehändigte oder zugestellte Pakete

Nicht ausgehändigte oder zugestellte Pakete

Nicht ausgehändigte oder zugestellte Pakete sind ein Ärgernis. Mit einem Paketkasten gehört dieses Problem (meist) der Vergangenheit an. Kennen Sie das? Sie freuen sich unendlich auf die online bestellten neuen Schuhe und am mitgeteilten Tag der Zustellung sind Sie auch noch zuhause. Aber das Paket wird an diesem Tag nicht zugestellt, das freudige Warten war vergebens. Dies ist nur einer von vielen Fällen, die besonders Online-Kunden verärgern. Denn mit den Gepflogenheiten der ordnungsgemäßen Zustellung nehmen es nicht alle Zustelldienste so ernst. Da werden Pakete beim Nachbarn ohne Benachrichtigung abgeben, es werden überhaupt keine Benachrichtigungen über fehlgeschlagene Zustellungen hinterlassen oder Pakete gehen bereits auf dem Transportweg verloren.

Der Online-Handel boomt und mit ihm das Versandaufkommen

Online-Shopping nimmt stetig zu, es ist bequem, einfach und sicher. Der Versand erfolgt über Paketdienste wie Hermes, DHL, UPS oder DPD. Kunden, die online bestellen, können sich durch die Sendungsverfolgung jederzeit über den Stand der Lieferung informieren, auch der genaue Zustelltermin wird meist angegeben. Doch mit dem steigenden Versandvolumen, steigt auch die Problematik der nicht zugestellten oder ausgehändigten Pakete. Woran liegt das? Wie Verbraucherzentralen festgestellt haben, mangelt es hier deutlich an der Einhaltung von Regeln für die Paketzustellung. Dazu gehört u.a. die schriftliche Benachrichtig des Empfängers, wenn dieser nicht persönlich angetroffen wird und das Paket daher nicht zugestellt werden kann.

Pflichten des Zustelldienstes

Es finden sich Pflichten, die der Zusteller von Paketlieferungen einhalten muss. Generell hat er das Paket oder Päckchen persönlich auszuhändigen, der Erhalt wird mittels Unterschrift durch den Empfänger bestätigt. Die Ersatzzustellung beim Nachbarn ist möglich, wenn dies in den AGB des Zustelldienstes erwähnt ist und vom Kunden nicht explizit abgelehnt wird. Aber auch in diesem Fall hat der Zusteller eine schriftliche Nachricht im Briefkasten des eigentlichen Sendungsempfängers zu hinterlassen, aus der eindeutig und auch in lesbarer Schrift hervorgeht, bei welchem Nachbar das Paket abgegeben wurde. Weiterhin muss es sich um einen unmittelbaren Nachbarn handeln, ein Nachbar, der zwei Straßen weiterwohnt, ist damit nicht gemeint.

Eine Benachrichtigung über erfolglose Zustellversuche ist immer in schriftlicher Form zu hinterlassen. Auf dem Zettel sollten etwaige neue Zustelltermine und Abholadressen vermerkt sein.

Nicht ärgern, sondern handeln - was Sie tun können

Auch, wenn es mittlerweile auch schon eine Plattform für alle, die sich über nicht zugstellte Pakete ärgern, gibt, so hat das reine Ärgern dauerhaft wenig Sinn, die Anzahl der Pakete, die täglich auf den Weg gehen, wird sich sogar noch erhöhen und erfolglosen oder nicht erfolgten Zustellungen sollten Sie gleich aus dem Weg gehen oder ihnen vorbeugen. Das beginnt schon damit, dass Sie bei der Online-Bestellung Ihre Lieferadresse korrekt eingeben und ggf. noch einmal zur Sicherheit überprüfen.

Über die Sendungsverfolgung bleiben Sie immer auf dem neusten Stand der Dinge und wissen, wo sich das Paket gerade befindet. Vom Online-Händler erhalten Sie nach der Bestellung meist die Sendungsnummer oder einen Link zur Sendungsverfolgung auf der Internetseite des Zustelldienstes.

Vergewissern Sie sich vor einer Anlieferung, dass Ihre Klingel funktioniert, denn so mancher hat schon ein Paket verpasst, weil die Batterien der Funkklingel leer waren oder aber ein Defekt bei einer elektrischen Klingel vorlag. Wird eine Sendung nicht zum anvisierten Termin zugestellt und findet sich auch keine Benachrichtigungskarte im Briefkasten, hören Sie beim Händler oder dem Zustelldienst nach. Zuvor kann ein Blick in die Sendungsverfolgung online Aufschluss geben.

Ein Paketkasten lohnt sich in der Anschaffung, wenn Sie oft und gerne online bestellen und dementsprechend ein höheres Sendungsaufkommen haben. Noch dazu, wenn Sie tagsüber außer Haus sind, denn Pakete können hier auch ohne persönliche Anwesenheit und Unterschrift in den Kasten eingelegt werden. Das Fassungsvermögen des Paketkastens sollte dem Lieferaufkommen entsprechen, ansonsten zeigt sich auch hier wieder das Problem der Nichtzustellbarkeit. Bedenken Sie auch, dass nicht jedes Modell von allen Zustelldiensten genutzt werden kann.

Sie haben schon während des Bestellvorgangs im Internet die Möglichkeit, eine alternative Lieferadresse anzugeben. Das kann der Arbeitsplatz oder auch die Adresse des direkten Nachbarn oder eines Angehörigen sein (wenn dies im Vorfeld mit den betreffenden Personen abgesprochen wurde). Scheuen Sie sich außerdem nicht, Mängel in der Zustellung an den Zustelldienst zu melden (z. B. unleserliche oder fehlende Benachrichtigungskarte), damit in Zukunft solche Fehler vermieden werden können.