Project Wing: Google plant Zustellung per Drohne

Google plant Paketzustellung per Drohne

Drohnen als Lieferservice der Zukunft? Diesem Thema widmet sich nicht nur Amazon, auch Google ist damit schwer beschäftigt und möchte mit eigenen Lieferdrohnen 2017 in den USA an den Start gehen. Zudem plant auch DHL die Paketlieferung mit Drohnen.

Das erklärte Ziel von Google ist die Zustellung von Paketen in schwer zugänglichen Gebieten oder auch in großen Städten, in denen die herkömmlichen Lieferdienste mit ihren Fahrzeugen stundenlang im Stau stehen und die Kunden auf ihre Pakete lange warten müssen. Im Gegensatz zu Amazon will Google nicht in 30 Minuten, sondern bereits in 1-2 Minuten nach Bestellung zustellen. Die Ortung des Adressaten soll dabei auf den enormen Datenvolumina, über die Google verfügt, basieren.

Wie sehen die Drohnen von Google aus?

Project Wing“ nennt sich die Drohnenentwicklung bei Google. Auf den ersten Blick erinnern die Flugobjekte an Miniflugzeuge mit vier Propellern. Die Paketdrohnen sind 80 cm hoch und 1,50 m breit. Sie können aus dem Heckstand senkrecht starten. Die Drohnen sind mit einem Paketfach ausgestattet, aus dem das Paket bei Lieferung an einem Seil herabgelassen wird. Dieser Mechanismus ist der Sicherheit des Kunden gewidmet, wie der Projektleiter mitteilte. Erste Versuche mit Minifallschirmen zeigten sich hingegen als wenig sinnvoll. Die Navigation der vollautomatischen Drohnen wird auf einem Datensystem beruhen, das u. a. die Kartendienste von Google und Ortsdaten von Android-Smartphones beinhaltet.

Testflüge werden vor allem in Australien durchgeführt, da die Genehmigungsauflagen in den USA sehr streng sind. Ausgereift ist auch diese Drohnen-Idee noch nicht. Google arbeitet intensiv an einem Kontrollsystem für die Drohnen, die in einer Höhe von 40 bis 60 m fliegen. Insbesondere die Koordination im Bereich von Stromleitungen lässt bei den Google Drohnen noch zu wünschen übrig.

Bereits seit zwei Jahren ist man bei Google aktiv am Forschen und Entwickeln, was die Paketdrohne betrifft. Somit dürfte sich auch fast schon die Frage erledigt haben, wer als erster da war: Google oder Amazon. Eigentlich keiner oder einer hat dem anderen nachgemacht?